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In Hamburg-Eppendorf sind Nachbarinnen und Nachbarn verschiedener Lebensalter und Lebenslagen durch ganz unterschiedliche Aktivitäten verbunden. Das Quartiersnetzwerk martini·erleben ist ein Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers rund um die Martinistraße in Hamburg-Eppendorf.
Durch Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten möchte das Quartiernetzwerk ihnen gesellschaftliche Integration und Teilhabe ermöglichen. Regelmäßig finden zum Beispiel Kurse wie „Yoga im Sitzen“ oder ein Frauenfrühstück mit Vorträgen statt. Mehrmals im Jahr gibt es außerdem das Repair-Café und neuerdings auch eine Disco 60+.Jährlich nehmen an den Aktivitäten bis zu 1.000 meist ältere Nachbarinnen und Nachbarn teil. Die einzelnen Aktivitäten werden ehrenamtlich von Menschen von Mitte 20 bis Mitte 70 aus dem Quartier betreut. Seit 2020 fahren ehrenamtliche Rikschafahrerinnen und -fahrer Menschen aus Pflegeeinrichtungen und Wohnstiften kostenlos in einer E-Bike-Rikscha spazieren. Dafür wurden Kooperationen mit den Einrichtungen geschlossen. Von April bis Oktober finden ein bis zwei Fahrten pro Woche statt, je nachdem, wie viel Zeit die ehrenamtlichen Rikschapilotinnen und -piloten haben.
Auch mit anderen Vereinen und Organisationen im Quartier kooperiert das Netzwerk.
Im März 2006 wurde der Arbeitskreis martini·erleben von Bewohner:innen und Institutionen aus dem Quartier ins Leben gerufen. Dies geschah vor dem Hintergrund des demografischen und sozialen Wandels. Die Akteurinnen und Akteure wollten die Bedürfnisse und Interessen der Menschen im Quartier rund um die Martinistraße öffentlich machen und sich für ihre Anliegen einsetzen. Daraus entstand unter anderem die AG Barrierefrei, die sich seitdem für ein lebenswertes und barrierefreies Wohnumfeld einsetzt.
2009 wurde ein Quartiersbüro eröffnet und 2011 wurde der Verein martini·erleben e.V. gegründet. Im August 2018 ist martini·erleben gemeinsam mit dem Kulturhaus Eppendorf und dem Stadtteilarchiv Eppendorf zu einem Verein verschmolzen. Das Kulturhaus wurde umbenannt in Kunstklinik Eppendorf und das Stadtteilarchiv wurde zur Geschichtswerkstatt Eppendorf. Der gemeinsame Trägerverein erhielt den Namen Eppendorfer Soziokultur e.V. und 2019 zogen sie zusammen in die Martinistraße 44a, in das Zentrum für Gesundheit, Kultur und Soziales martini44.
Das Quartiersbüro martini·erleben führt generationsübergreifende Kultur- und Freizeitangebote und Projekte durch und unterstützt die gesellschaftliche Integration und Teilhabe insbesondere von älteren Mitbürgern. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Stifte-Quartier rund um die Martinistraße (daher der Name martini·erleben). Die Arbeit des Quartierbüros strahlt von dort aus in den Stadtteil Eppendorf und in die ganze Stadt Hamburg.
martini·erleben hat sich im Laufe der Jahre zu einer festen Institution in Eppendorf entwickelt. Die Vernetzung und Kooperation zwischen den verschiedenen Einrichtungen und den im Quartier lebenden Menschen ist eine der wichtigsten Aufgaben. Das Ziel ist die Partizipation möglichst vieler Menschen.
Eine Mitgliedschaft im Trägerverein Eppendorfer Soziokultur e.V. ist nicht notwendig. Die Angebote stehen allen Menschen offen, unabhängig von Alter, Handikap, Nationalität, ethnischer Herkunft, Geschlecht oder Religion.
Text: https://martinierleben.de/start/ueber-uns/
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