Startseite » Praxisbeispiel » Qualifizierung Ehrenamtlicher für die Sterbebegleitung
In Deutschland engagieren sich über 100.000 Menschen ehrenamtlich in der Hospizarbeit und unterstützen schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige. Viele von ihnen gestalten so ihren Ruhestand sinnstiftend. Die ambulanten Hospizdienste, von denen es rund 1.500 gibt, sind ohne dieses Engagement nicht in der Lage, ihre Arbeit der Sterbebegleitung umfassend zu leisten.
Ehrenamtliche Sterbebegleiter:innen absolvieren Vorbereitungskurse mit einem Umfang von etwa 80 Stunden, in denen sowohl praktische Handlungskompetenzen vermittelt als auch die notwendige Haltung geschult wird: Die Begleitung richtet sich konsequent an den Bedürfnissen der Sterbenden und ihrer Angehörigen aus. Die meisten Ehrenamtlichen sind zwischen 60 und 70 Jahre alt.
Die Hospizarbeit hat ihren Ursprung in den 1980er Jahren, als erste Initiativen auf ehrenamtlicher Basis entstanden, um den psychosozialen, spirituellen und medizinischen Beistand für schwerstkranke und sterbende Menschen sicherzustellen, der in der damals stark kurativ ausgerichteten Versorgung häufig fehlte. Heute ist die qualifizierte Vorbereitung von Ehrenamtlichen auch gesetzlich verankert, etwa durch die Förderfähigkeit nach § 39a SGB V. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) unterstützt die Qualitätssicherung durch Rahmenvereinbarungen und veröffentlichte Empfehlungen, die die fachlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Aspekte der Begleitung berücksichtigen.
Damit leisten ehrenamtlich tätige Menschen einen wichtigen Beitrag, um Sterbenden und ihren Angehörigen eine Begleitung in Würde und Sicherheit zu ermöglichen. Öffentlichkeitsarbeit, Informationsstände und Veranstaltungen wie der Welthospiztag tragen dazu bei, das Ehrenamt sichtbar zu machen und neue Engagierte zu gewinnen.
Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) wurde 1992 unter dem Namen Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. (BAG Hospiz) als gemeinnütziger Verein gegründet. Er vertritt die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen, ist die bundesweite Interessensvertretung der Hospizbewegung sowie der zahlreichen Hospiz -und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Gründungsmitglieder waren engagierte Ehrenamtliche und Hauptamtliche verschiedenster Professionen sowie Vertreter örtlicher Hospizvereine und stationärer Hospize.
Als Dachverband der Landesverbände in den 16 Bundesländern sowie weiterer überregionaler Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit und als selbstverständlicher Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er heute für über 1.290 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 141.500 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.
Der DHPV ist Träger der Charta zu Betreuung schwerstkranker und Sterbender Menschen in Deutschland (gemeinsam mit der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin). Als Mitglied der European Association for Palliative Care (EAPC) engagiert sich der DHPV auch auf europäischer Ebene für die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen.
Die einzelnen Aktionsfelder des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands sind:
– Gesetzgebung initiieren
– Netzwerke bilden und stärken
– Qualität sichern, Transparenz schaffen
– Bildung und Forschung fördern, über Entwicklungen informieren
Text: https://www.dhpv.de/ueber-uns_der-verband.html
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