Zum siebten Mal seit dem Jahr 2001 legt die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag einen Bericht zu Armut, Reichtum sowie den zentralen Lebenslagen in Deutschland vor. Der 7. ARB wurde am 3. Dezember im Bundeskabinett beschlossen. Wie die vorherigen Berichte hat er das Ziel, die soziale Lage in Deutschland faktengestützt zu begutachten, bestehende Maßnahmen zu überprüfen und neue Handlungsschwerpunkte anzuregen. Hierfür werden relevante Daten und Studien zusammengestellt sowie die Ergebnisse der beauftragten Forschungsvorhaben eingebunden. Zudem kommen Menschen mit Armutserfahrung, die am allgemein zugänglichen Beteiligungsprozess teilgenommen haben, selbst zu Wort.
Er bestätigt: Sozialleistungen werden oft nicht in Anspruch genommen, obwohl sie den Menschen zustehen. Diese „verdeckte Armut“ ist ein Schwerpunktthema im Siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Der Sozialverband VdK weist darauf hin, dass besonders ältere Menschen Unterstützung oft nicht in Anspruch nehmen. Laut Bericht ist die Zahl der Seniorinnen und Senioren, die die Grundsicherung im Alter nicht beantragen, mindestens so hoch ist wie die Zahl der Beziehenden. Als Gründe nennen Befragte fehlende Informationen, komplizierte Antragsverfahren oder auch Scham. Der VdK fordert einfachere Anträge.