Menschen können und wollen bis an ihr Lebensende lernen. Das ist eine Selbstverständlichkeit – oder nicht? Wie Bilder vom Alter und Lernen zusammenhängen können
Bei den über 65-Jährigen hat jede dritte Person (35 Prozent) schon einmal Altersdiskriminierung erlebt. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GMS Dr. Jung im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die im März 2025 erschienen ist. Die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland ist heute älter als 45 Jahre und erlebt laut Umfrage Benachteiligung vor allem im Arbeitsleben. Rund 40 Prozent berichten von Altersdiskriminierungen im Zusammenhang mit Erwerbstätigkeit. 27 Prozent der Befragten erleben Altersdiskriminierung im Gesundheitsbereich, 24 Prozent bei Geschäften und Dienstleistungen.
Und was ist mit dem Thema Bildung und Lernen? „Hier fängt die Altersdiskriminierung schon mit dem Verständnis von Bildung an “, sagt Anna Krükel, Projektleitung Servicestelle „Bildung und Lernen im Alter“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen aus Bonn (BAGSO). „Wir hören oft den Begriff vom lebenslangen Lernen, aber damit gemeint ist Weiterbildung in der Zeit der Berufstätigkeit. Aber natürlich wollen und können Menschen auch danach lernen und sich neue Wissensgebiete erobern.“

© BAGSO/Sachs
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Text: https://epale.ec.europa.eu/de/blog/wie-unser-denken-ueber-das-alter-das-lernen-beeinflusst