„Wolfskinder“ – Auf dem Brotweg von Ostpreußen nach Litauen 1945–1948

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Kategorie:

Niveau: Für Alle


Ausstellung des Litauischen Zentrums für die Erforschung von Genozid und Widerstand

„Wolfskinder“ – so nannte man ostpreußische Kinder, die in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs elternlos wurden und auf sich allein gestellt waren. Viele von ihnen flüchteten ins benachbarte Litauen, wo sie bei Bauern unterkamen. Zu ihrem eigenen Schutz mussten sie oft litauische Vor- und Nachnamen annehmen und ihre deutsche Muttersprache verheimlichen. Einige der früheren „Wolfskinder“ leben noch heute in Litauen und sind dort heimisch geworden. Andere fanden – vor allem nach der Wende in den 1990er Jahren – ihre verlorene Familie wieder und kamen als Spätaussiedler nach Deutschland.
Die Ausstellung zeigt die Geschichte der „Wolfskinder“ anhand von Berichten ehemaliger Betroffener, Familienfotos, Dokumenten und Karten. Auf mehreren Bildschirmen sind zudem zwölf Interviews mit ehemaligen „Wolfskindern“ zu sehen. Die Ausstellung ist zweisprachig deutsch-litauisch.
Dokumente für die Ausstellung stellen das Museum für die Opfer des Genozids beim Zentrum für Erforschung von Genozid und Widerstand der litauischen Bevölkerung (Vilnius), das Hugo-Scheu-Museum (Šilutė), das Litauische Zentrale Staatsarchiv (Vilnius), das Litauische Sonderarchiv (Vilnius), das Bundesarchiv (Berlin), die Landmannschaft Ostpreußen e. V. (Hamburg), das Bildarchiv Ostpreußen (Hamburg) sowie Familien ehemaliger „Wolfskinder“ zur Verfügung.
Die Ausstellung wird mit Unterstützung der Botschaft der Republik Litauen in Deutschland, des Vereins „Edelweiß – Wolfskinder“ (Litauen) sowie der Organisation „Kriegskinder“ (Gransee) realisiert. Sie wird u.a. aus Mitteln der Regierung der Republik Litauen gefördert.

Dauer der Ausstellung: 26. Juni bis 16. August 2019
Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr, im August 10 bis 18 Uhr

Eröffnungsveranstaltung
Dienstag, 25. Juni 2019, 18.00 Uhr

Grußwort: S.E. Darius Jonas Semaška, Botschafter der Republik Litauen in Deutschland

In Kooperation mit: Botschaft der Republik Litauen in Deutschland (Berlin)

Kartenansicht

Datum:
25. Juni 2019
Zeit:
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort

Haus des Deutschen Ostens (HDO)
Am Lilienberg 5
81669 München,
+ Google Karte
Telefon:
089/ 44 99 93 - 0
Preis
kostenlos

Kontakt

Haus des Deutschen Ostens (HDO)
AnsprechpartnerIn Name
Dr. Lilia Antipow
E-Mail
lilia.antipow@hdo.bayern.de
Telefon
089/ 44 99 93 113

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