Das ZWAR Netzwerk für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler: Voraussetzungen für die Umsetzung einer integrativen Gruppengründung

In dem ZWAR Netzwerk für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler in Dortmund, gegründet im Jahr 2003, war das Verbindende nicht der Stadtteilbezug (die Teilnehmenden kamen aus dem gesamten Stadtgebiet) und nicht der Übergang in den Ruhestand, sondern die gemeinsame Herkunft, die Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit und der schwierige Prozess der gesellschaftlichen Integration. Seinerzeit wurden gezielt über russische Medien und direkte Ansprache Spätaussiedlerinnen und Spätausiedler und Dortmunder Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Ziel war es durch gegenseitiges Kennenlernen, gemeinsames Deutsch sprechen und lebenspraktische Unterstützung gesellschaftliche Ininntegration zu erreichen. Daraus leitete sich auch der Name des ZWAR Netzwerkes „SPRINT – Sprache und Integration“ ab. Gerade der Sprachbezug ist auf großes Interesse bei den russischsprachigen Bürgerinnen und Bürger gestoßen. Es war einer der wenigen Räume, in denen die Möglichkeit bestand, ungezwungen mit deutschen Bürgerinnen und Bürger die deutsche Sprache zu sprechen. „Die schwierigste Sache ist es, einfach anzufangen in Deutsch zu sprechen, sich das gegenüber Deutschen auch zu trauen.“ (Wortlaut einer Teilnehmerin aus dem SPRINT-Netzwerk) Bis heute ist das Netzwerk aktiv und weiterhin paritätisch aus beiden Bevölkerungsgruppen besetzt.

Zusammengefasst:

  • Persönliche Besuche der Migrantenorganisationen
  • Einbeziehung der muttersprachlichen Medien
  • Einladungsschreiben in Deutsch und der entsprechenden Landessprache
  • Verdeutlichung der Ausrichtung (wechselseitiges Kennenlernen von Sprache und Kultur)
  • Qualifizierung durch die ZWAR Zentralstelle NRW
  • Vernetzung aller ZWAR Gruppen auf kommunaler Ebene

Die ZWAR Netzwerke NRW

Die Abkürzung „ZWAR“ steht für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“.  Die  ZWAR Zentralstelle NRW in Dortmund unterstützt Kommunen darin, eine Infrastruktur für selbstorganisierte ZWAR Netzwerke vor Ort aufzubauen, um damit Teilhabe, Mitgestaltung und bürgerschaftliches Engagement älterer Menschen zu ermöglichen.

ZWAR-Faktoren die ansprechen

  • Selbstbestimmte Organisationsform, keine formale wie zum Beispiel in Vereinen
  • Offene und selbstbestimmte Strukturen der Vernetzung
  • Temporäres Engagement
  • Weltanschaulich unabhängiges Engagement 
  • Persönliche Wahl der Inhalte und Aktivitäten
  • Persönliches Wachstum durch Mitbestimmung und Qualifizierung
  • Gewährleistung der kontinuierlichen Unterstützung durch die ZWAR Zentralstelle NRW
  • Förderung von Kontakten durch kommunale, regionale und NRW-weite Vernetzung

Weitere Informationen:

Kontakt:

ZWAR Zentralstelle NRW
Steinhammerstr.3
44379 Dortmund

Telefon: 0231 / 96 13 17 -0
Telefax: 0231 / 96 13 17 -50

info@zwar.org
www.zwar.org

Kategorie: Zwischen Arbeit und Ruhestand

Projektverantwortung: Die ZWAR Netzwerke NRW

Leuchtturmprojekte

Hier finden Sie mehr Infos zu den geförderten Leuchtturmprojekten.

Übersicht der geförderten Projekte

Wussten Sie?

Informelles Lernen. Darunter versteht man das Lernen außerhalb formaler Lernzusammenhänge wie Schule oder Berufsausbildung. Informelles Lernen ergibt sich zumeist automatisch als Folge des täglichen Lebens.