Digital im Grünen

Über das Projekt:

„Digital im Grünen“ verbindet modellhaft Bewegung in der Natur mit neuen Medien. Seniorinnen und Senioren lernen dabei praxisnah, partizipativ und interessengeleitet Bewegung in der Natur neu kennen. Mittels Apps für Tourenplanung, Fotos und anderen interessanten Zusatzfunktionen entdecken sie den Umgang mit Technik, insbesondere mit dem Smartphone, alltagsnah und nachhaltig.

Im ländlich geprägten Landkreis Gotha sollen sowohl ältere Mitglieder der NaturFreunde als auch Seniorinnen und Senioren, die aufgrund der schwachen Infrastruktur von Vereinsamung bedroht sind, aktiviert werden. Dabei soll ein Peer-to-Peer-Ansatz das Lernen unter Gleichaltrigen und Gleichgesinnten durch Spaß und Lernen in der Gruppe befördern und ein fehlerfreundliches Umfeld schaffen. Zu Beginn soll eine Kerngruppe die Aufbereitung der relevanten Wissensinhalte und die Auswahl von Apps und Technik begleiten. Es folgen Auswahl von Routen, dann Werbung von Teilnehmenden, kleine Wanderungen zur Vermittlung der Inhalte sowie die Sicherung durch Videotutorials.

 

Das läuft im Projekt:

Das Projekt „Digital im Grünen“ konnte in der Startphase gut an den Bedarf der älteren Ortsgruppenmitglieder der NaturFreunde in Thüringen anknüpfen. In Vorbereitung der Workshops wurden die breit gefächerten Erfahrungen der Senior*innen mit digitalen Medien intensiv gebündelt. Heraus kam ein erstes Bildungsangebot zum landesweiten Ausschuss, der u.a. als ein Höhepunkt mit dem „Stadtspaziergang“ verschiedene Tools praktisch erlebbar machte. Konkret konnten die digitale Schnitzeljagd Actionbound, die Tourendokumentation relive und der Wanderplaner outdooractive direkt in den verwinkelten Gassen der Erfurter Innenstadt ausprobiert werden.

In den nachfolgenden Wochen berichteten Teilnehmende des Workshops von positiven Erfahrungen bei der Integrierung der genannten Tools bei eigenen Wanderangeboten.

Das Kernteam des Projekts hat sich durch den Workshop deutlich vergrößert. Damit ist der Grundstein gelegt, die ersten praktischen Erfahrungen für die nachfolgenden Schritte von der Zielgruppe für die Zielgruppe direkt aufzubereiten. Diese Erkenntnisse werden gebündelt in der Demonstrationsregion rund um das Naturfreundehaus Thüringer Wald realisiert. Dieses liegt im Biosphärenreservat Thüringer Wald und wird häufig von Verbandsmitgliedern sowie von Gäste besucht und bewandert. Bisher fehlt es an entsprechenden digitalen Angeboten, abseits der klassischen touristischen Elemente. Mit einem ersten Netzwerktreffen der Akteure des Biossphärenreservats, hat das Projektteam den Grundstein für eine längerfristige Zusammenarbeit mit den Menschen im Reservat gelegt. Gemeinsam verabredeten sie sich rund um das Naturfreundehaus Gießübel entsprechende Angebote aufzubereiten. Unter anderem werden barrierearme Wege als digitale Karten ausgewiesen und mit weiteren Angeboten verknüpft zur Verfügung gestellt. So werden entlang der Naturschutzgebiete Geländeentdeckungseinheiten per Handy neu hinzukommen. Die ersten Testwanderungen haben gezeigt, wie die praktische bedarfsgerechte Anwendung von Technik eine Bereicherung, nicht nur für die Senior*innen aus dem Verband, darstellen kann. Das von den Seniorinnen und Senioren erarbeitete Konzept für die Demonstrationsregion, baut auf drei Anwendungsfeldern von digitalen Angeboten auf. Von der Vorbereitung einer Wanderung am Schreibtisch, über die Begleitung der Wanderung durch praktische Planungstools bis hin zur direkten Interaktion im Gelände reichen die zurzeit in Vorbereitung befindlichen Tools.

Kategorie: BildungsangeboteThüringen

Projektverantwortung: NaturFreunde Thüringen e.V., Hirschlachufer 71 99084 Erfurt, Martin Kürth, Telefon-Nr.: 0361-66011685, E-Mail: kuerth@naturfreunde-thueringen.de

Projektlaufzeit: seit 09/2018


Zur Website für weitere Informationen (externer Link)

Wussten Sie schon?

Wie viele Nervenzellen hat das Gehirn? Erwachsene haben über 100 Milliarden Nervenzellen und jede dieser Nervenzellen hat zwischen tausend und zehntausend Verbindungen, sogenannte Synapsen, zu anderen Nervenzellen. Das Gehirn speichert so das Gelernte ab.

Quelle: Fotolia 78707112, fotolia.de | fotomek
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