Schulungsfilme 2-Sinne-Prinzip

Über das Projekt:

Im Arbeitsfeld der offenen Altenhilfe sind Schulungen ein wichtiger Baustein, um engagierten Seniorinnen und Senioren Handlungssicherheit und Wissen zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten zu vermitteln.

Schulungen in Form von Vorträgen und Interaktionen erreichen Menschen mit Hörbeeinträchtigung nur, wenn das 2-Sinne-Prinzip umgesetzt wird. Die Umsetzung des 2-Sinne-Prinzips wiederum erfordert den Einsatz von Gebärden- und Schriftsprachdolmetschern sowie technischen Mitteln, die die Akustik in den Räumen verbessern. Doch selbst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, werden Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung ausgeschlossen, wenn Schulungsfilme zur Visualisierung und darstellenden Erklärung des ‚Lernstoffs‘ eingesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, einen Schulungsfilm im Themenfeld Demenz zu erstellen, der sowohl mit Untertiteln als auch mit der Einblendung eines übersetzenden Gebärdensprachdolmetschers versehen wird.

 

Das läuft im Projekt:

Themenfindung: Begleitung von Menschen mit Demenz wird oftmals in Konzepten mit den Schlagworten „ganzheitlich“, „personenzentriert“, etc. genutzt. Hierzu gibt es mittlerweile für den Bereich der stationären Versorgung einen Expertenstandard. In der praktischen Umsetzung im Alltag ist dies, gerade wenn es sich auf religiöse Bedürfnisse bezieht, schwierig. In der heutigen Zeit – in unserer Gesellschaft – ist der Bezug zur Religion und deren Praktizieren rückläufig. Dies schließt die Gruppe der Menschen mit Demenz nicht aus. Aber selbst wenn nur noch eine kleiner werdende Anzahl von Menschen mit Demenz ihre Religion praktizieren bzw. praktiziert haben oder auch nur einen sozialisierten Bezug dazu haben, muss hierzu in der Begleitung eine grundlegende Kenntnis bestehen.

Eingrenzung der Inhalte: Der Schulungsfilm wird in kurzen Zügen drei der fünf Weltreligionen darstellen. Vertreter des Judentums, des Christentums und des Islam werden gefragt, was ihre Religion ausmacht und wo es Überschneidungen der Religionen gibt. Des Weiteren wird thematisiert, welche Sicht der jeweiligen Religionen auf Menschen mit Demenz haben. Wie wird das Phänomen wahrgenommen? Nach diesem kurzen Einstieg erfolgt der Transfer auf den Alltag der Menschen und ihrer Begleiter. Es wird dargestellt, wie die jeweilige Religion sich im Alltag wiederspiegelt. Abschließend erfolgt der Transfer auf die Praxis.

Die Wahl der Filmemacherin fiel auf Andrea Hagemeier-Gilga. Sie ist studierte Film- und Fernsehwissenschaftlerin, Theaterwissenschaftlerin, Sozialpsychologin und Medienpädagogin. Sie arbeitet als freie Filmemacherin und Drehbuchautorin, als Dozentin sowie als freie Medienpädagogin für diverse öffentliche Bildungsinstitutionen. Die Besetzung des Gebärdensprachdolmetschers ist bisher nicht final abgeschlossen.

Kategorie: Nordrhein-Westfalen

Projektverantwortung: Caritasverband Düsseldorf e.V. , Soziales Zentrum / Koordination Demenz, Sinnesbehinderung und Seniorenreisen, Leopoldstr. 30, 40211 Düsseldorf, Andrea Konkel,, Telefon-Nr. 0211-16021752, E-Mail: andrea.konkel@caritas-duesseldorf.de

Projektlaufzeit: seit 09/2018

Wussten Sie schon?

Wie viele Nervenzellen hat das Gehirn? Erwachsene haben über 100 Milliarden Nervenzellen und jede dieser Nervenzellen hat zwischen tausend und zehntausend Verbindungen, sogenannte Synapsen, zu anderen Nervenzellen. Das Gehirn speichert so das Gelernte ab.

Quelle: Fotolia 78707112, fotolia.de | fotomek
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