Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen: Der digitale Besuchs-und Beratungsdienst

Über das Projekt:

Die Grafschafter Diakonie bietet in ihrem Seniorenbüro in Moers-Repelen älteren Menschen seit vielen Jahren Beratung an. Außerdem koordiniert sie einen nachbarschaftlichen Unterstützungsdienst. Ehrenamtliche besuchen Seniorinnen und Senioren, lesen ihnen vor, gehen mit ihnen spazieren und begleiten sie bei Einkäufen.

Mit dem Projekt „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen: Der digitale Besuchs-und Beratungsdienst“ soll dieses Angebot ausgeweitet werden. Ältere Menschen, die nicht in der Lage sind das Seniorenbüro zu besuchen, weil sie pflegebedürftig oder erkrankt sind, können „digital” besucht werden. Dazu werden ältere ehrenamtliche Mitarbeitende geschult, um über Skype oder andere Videokonferenzdienste Kontakt mit einsamen, älteren Menschen aufzunehmen. Sie werden durch Fachkräfte des Seniorenbüros im Umgang mit dem PC und in Formen der niedrigschwelligen Kommunikation unterstützt.

Das lief im Projekt:

Zunächst wurden die technischen Voraussetzungen im Seniorenbüro verbessert, um mit den Ratsuchenden störungsfrei in Verbindung treten zu können. Ein neues Notebook wurde eigens über Projektmittel angeschafft. Ein ehrenamtlicher Administrator aus den Reihen des Internetcafés konnte für das Notebook gefunden werden, um Wartung und Pflege des Geräts sicherzustellen.

Im Rahem des bereits seit dem Jahr 2000 wöchentlich stattfindende Internetcafés, in dem Ehrenamtliche Anleitungen zum Umgang mit digitalen Medien geben, wurde in einem Workshop über die Umsetzungsmöglichkeiten der Inhalte des Leuchtturmprojekts diskutiert. Ein Ergebnis war die Idee zur Kontaktaufnahme zu örtlichen Lebensmittelhändlern, um zum Beispiel einen Vermittlungsservice aufzubauen. Leider hatten die örtlichen Lebensmittelhändler keinerlei Interesse an der Umsetzung dieses Vorschlags.

Das Projekt kam ins Stocken, als es um die Nutzung von Messenger-Diensten ging. Die Grafschafter Diakonie ist als Träger des Seniorenbüros an datenschutzrechtliche Bestimmungen im kirchlichen Raum gebunden. Sie musste eine Nutzung zum Beispiel von WhatsApp und anderer Messenger-Dienste untersagen.

Das Ergebnis:

Auch wenn es leider nicht gelungen sei, im Projektzeitraum einen funktionierenden Besuchs- und Beratungsdienst auf digitaler Ebene im Seniorenbüro Moers-Repelen zu installieren, bleibe es ein entscheidendes Thema für die Zukunft, fassen die Projektverantwortlichen zusammen.

Außerdem können sie berichten, dass die Stadt Moers zu Beginn des Jahres 2020 die App „Gut versorgt in Moers“ an den Start gebracht hätte. „Diese App ist eine digitale Gesundheits- und Seniorenplattform für Senioren ab 55 Jahren und ihrer Angehörigen. Das umfassende Informations- und Ratgeberportal zu den Themen rund ums Älterwerden bietet zu allen Beiträgen eine Verlinkung mit einem Adressenverzeichnis aller relevanten Moerser Dienstleistungsanbieter, u.a. auch des Seniorenbüros. Durch eine Anruffunktion in der App kann jeder Dienstleister sofort kontaktiert werden.“

Kategorie: Nordrhein-Westfalen

Projektverantwortung: Grafschafter Diakonie gGmbH Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers, Mühlenstraße 20, 47741 Moers, Jürgen Voß, E-Mail: j.voss@grafschafter-diakonie.de / Iris Schwabe; E-Mail: seniorenbuero@grafschafter-diakonie.de - Telefon-Nr. für beide: 02841-73596

Projektlaufzeit: von 09/2018 bis 08/2019

Wussten Sie schon?

Wie viele Nervenzellen hat das Gehirn? Erwachsene haben über 100 Milliarden Nervenzellen und jede dieser Nervenzellen hat zwischen tausend und zehntausend Verbindungen, sogenannte Synapsen, zu anderen Nervenzellen. Das Gehirn speichert so das Gelernte ab.

Quelle: Fotolia 78707112, fotolia.de | fotomek
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