Perspektiven

Über das Projekt:

Logo des Vereins GeLingen e.V. in Lingen
© Foto: Logo Gelingen e.V.
Sie sehen das Logo des LEB - Ihr Bildungspartner, mit dem Gelingen e.V. kooperiert hat.
© Foto: Logo LEB

 

Die offene Begegnungsstätte für Seniorinnen und Senioren des Vereins Gelingen e. V. in Lingen an der Ems hat sich zum Ziel gesetzt, den älteren Generationen eine altersgerechte Freizeitgestaltung zu ermöglichen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Unter dem Titel „Perspektiven“ startete der Verein ein Bildungsangebot, das zwei verschiedene Ansätze verfolgt:

Im generationenübergreifenden Projektteil „Brücken bauen“ werden Generationen miteinander in Kontakt gebracht. Kinder und ältere Menschen gestalten miteinander ihre Freizeit und lernen wechselseitig.

Im Projektteil „Übergänge“ werden auf der Basis des salutogenetischen Konzepts in Workshops, Gruppen und Vorträgen Themen des Abschieds, der Neuorientierung und Perspektivenentwicklung für ein zufriedenes Leben in einem sich veränderndem Kontext (z. B. eingeschränkte körperliche oder geistige Mobilität) thematisiert.

In beiden Projektteilen wird von einer ganzheitlichen, sich gegenseitig achtenden und wertschätzenden Sichtweise ausgegangen, die die gesamte Persönlichkeit sowie das Umfeld mit einbezieht.

Das lief im Projekt:

Sie sehen Teilnehmer  -ältere Menschen und Kinder. - des Projektes "Perspektiven - Brücken bauen".
© Ge Lingen e.V.

Im Projekt „Brücken bauen“ haben sich ältere Menschen mit Schülerinnen und Schülern regelmäßig getroffen. Die Älteren lernten von der Medienkompetenz der jungen Menschen, von Smartphone über soziale Netzwerke bis hin zu digitalen Spielen. Die ältere Generation vermittelte handwerkliche Techniken, wie sie beim Nähen und Handarbeiten benötigt werden. Beim gemeinsamen Tanzen, kreativen Tun, Kochen und Backen kamen sich die Generationen näher, was zu einer gegenseitigen Wertschätzung führte. Dabei haben beide Seiten voneinander profitiert: Die Generationen konnten sich gegenseitig zeigen, was sie können und voneinander lernen.

Beim Projekt „Übergänge“ handelte es sich um eine Gesprächsgruppe, bei der die Älteren unter sich waren. Unter Anleitung einer Dozentin besprachen sie gemeinsam, wie es gelingen kann, schwierige Lebensphasen zu überwinden – sei es der Abschied von der Berufstätigkeit, eine Erkrankung oder der Tod eines nahen Angehörigen. Dabei ging es vor allem darum, wie man sich gegenseitig unterstützen kann, wie man sich wieder auf den Weg machen und das Leben weiter aktiv gestalten kann.

Das Ergebnis:

Die Vorsitzende des Vereins Ingrid Hermes berichtet: „Beide Projekte haben großen Anklang gefunden und nicht zuletzt auch Bewegung in das Quartier gebracht. Wir wollen „Brücken bauen“ auf jeden Fall fortsetzen. Und auch die Gesprächsrunde sollen weitergehen. Die Seniorinnen und Senioren haben sich schon neue Themen überlegt.“

Im Projekt „Brücken bauen“ wurde festgestellt, dass Räume der Begegnung von Kindern und älteren Menschen im Alltag kaum existieren würden. Die Begegnungen seien aber so wichtig, denn beide Seiten bekämen Einblicke in die Lebenswirklichkeit des Gegenübers und fördern Verständnis und Teilhabe. Die Kooperation mit der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Lingen hätte diese Begegnung erst möglich gemacht.

Künftig würden weitere Projekte mit dieser Zielrichtung geplant werden. Bei den Kooperationspartnern bestehe ebenfalls großes Interesse. Mit einer Unterstützung hinsichtlich der Sachkosten sei zu rechnen. Die Ländliche Erwachsenenbildung werde fördernd zur Seite stehen und den Bereich der Seniorenbildung unterstützen. Dieses Projekt werde auch künftig weitergeführt und weiter entwickelt werden.

Im Projekt „Übergänge“ hätten sich Gespräche und Aktivitäten auch außerhalb der bekannten Räume entwickelt. Durch das Nach-Außen-Treten wären neue Kontakte geknüpft und das individuelle und persönliche Netzwerk erweitert worden.

Durch die nur alle 4 Wochen stattfindenden Termine zeige sich, dass der Wunsch nach häufigeren Treffen gewachsen wäre. Die Dichte der Veranstaltung sollte bei einer Projektwiederholung erhöht werden. Nach Aussage der Teilnehmenden würden sie für die Unterstützung einer Dozentin auch künftig einen kleinen finanziellen Beitrag leisten. Eine finanzielle Unterstützung durch den Verein sei beim Vorstand des Vereins beantragt worden. Eine Förderung durch die Ländliche Erwachsenenbildung im Emsland sei ebenfalls im Beratungsgespräch veranlasst worden.

Videos vom Projektbesuch:

YouTube-Video mit der Projektleiterin und zwei Teilnehmerinnen vom Projekt „Perspektiven – Brücken bauen” vom Verein Ge Lingen e.V.: Alexandra Rumpf, die Projektleiterin  sowie zwei Teilnehmerinnen, Margarete Wilmes und Annelies Herbes erzählen während des Projektbesuchs über das Leuchtturm-Projekt.

 

YouTube-Video mit zwei Teilnehmerinnen des Projektes „Perspektiven – Übergänge” vom Verein Gelingen e.V.: Margarete Wilmes und Annelies Herbes erzählen über das Leuchtturm-Projekt.

 

Kategorie: Niedersachsen

Projektverantwortung: Ge Lingen e.V., Lookenstrasse 10, 49808 Lingen, Ingrid Hermes, Telefon-Nr. 0591-97787194, E-Mail: info@ge-lingen.eu

Projektlaufzeit: von 09/2018 bis 08/2019


Zur Website für weitere Informationen (externer Link)

Wussten Sie schon?

Wie viele Nervenzellen hat das Gehirn? Erwachsene haben über 100 Milliarden Nervenzellen und jede dieser Nervenzellen hat zwischen tausend und zehntausend Verbindungen, sogenannte Synapsen, zu anderen Nervenzellen. Das Gehirn speichert so das Gelernte ab.

Quelle: Fotolia 78707112, fotolia.de | fotomek
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