Seniorinnen und Senioren im Internet und den digitalen Welten

Über das Projekt:

Im Rahmen des Projekts soll Seniorinnen und Senioren der Zugang zum Internet und der Umgang mit mobilen Geräten nahe gebracht werden, damit sie diese Medien in ihrem Alltag nutzen können. Sie sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, neben der Informationsgewinnung soziale Kontakte gegen die Vereinsamung im Alter zu knüpfen oder Kontakt zur Familie zu halten. Dazu gehört es, Programme wie Skype oder Apps wie WhatsApp nutzen zu lernen. Ein wichtiger Punkt ist das Finden und Ausfüllen von Formularen für wichtige Anträge (Krankenkasse, Rente, Versicherung usw.) im Internet, Termine für Behördengänge zu buchen, online alle Bankgeschäfte und Einkäufe zu erledigen. Für die Hilfe im Haushalt älterer Menschen spielt zunehmend auch das Einrichten von Smart-Home-Geräten und Anwendungen im Wohnbereich eine Rolle: Licht an-und-aus-Zeit, Heizungssteuerung, Sprachsteuerung für verschiedene Geräte und vieles mehr sind nur erste Ansetze dafür. Ziel des Projetkes ist es, Digitales von Heute und der Zukunft zu vermitteln und die Angst davor nehmen.

 

Das läuft im Projekt:

Im Zeitraum September – Dezember 2018 fanden im Computertreff zwei Tablet-Kurse mit den gekauften Geräten statt. Zwei Gruppen mit jeweils 8 Teilnehmer*innen lernten und übten  an 2 Wochentagen. Am Anfang standen die Grundbegriffe des Umganges mit einem Tablet. – Die Einrichtung eines Benutzerkontos, das Hinzufügen von Kontakten, die Einstellungen des Systems, das Herstellen einer Internetverbindung und das Herunterladen verschiedener Apps.

Ein Schwerpunkt war die Nutzung von „WhatsApp“: wie bleibe ich mit der Familie und mit Freunden in Verbindung, wie versende ich Fotos, wie nutze ich die Sprachverbindung. Ein weiterer Schwerpunkt war die Verwendung von Google-Maps: wo befinde ich mich, wie erstelle ich eine Route, wie werden mir die Verbindungen des ÖVPN angezeigt. Außerdem hielten unsere Senior*innen einen Einblick in die Nutzung der verschiedenen Mediatheken, von Wikipedia sowie das Fernsehen auf einen Tablet. Zu Beginn jeder Unterrichtsstunde wurden beim Üben und Ausprobieren aufgetretene Fragen geklärt. So lernen alle die verschiedensten Problemlösungen kennen. Wichtig waren ebenfalls die Erklärungen zur Nutzung verschiedener Banking-Apps, sozialer Netzwerke, wie Facebook und Instagram. Wichtige Fragen aller Beteiligten waren immer wieder die Sicherheit und der Datenschutz. Es zeigte sich, dass viele Angst vor der Nutzung digitaler Technik haben. – Nichtweil es neu ist, sondern weil durch Presse, Fernsehen, Kino und Rundfunk viel Angst und Panik verbreitet wird. Es ist für die Zukunft wichtig, allen diese Berührungsängste zu nehmen und ein entsprechendes Selbstbewusstsein aufzubauen.  Fast alle Senior*innen verfügten zu Beginn oder  im Laufe des Kurses über ein Smartphone oder hatten sich gerade ein Table gekauft und konnten so das Erlernte eins zu eins umsetzen. Auch in Zukunft können alle Kursteilnehmer*innen mit ihren Fragen und Problemen zu uns kommen.

Im Oktober startete unsere Bildbearbeitungsgruppe in ihr nächstes Projekt. Diesmal ist das Thema „Kiezfotografie – Kreuzberg II.“. Es werden aktuelle Fotografien, die mit digitalen Fotoapparaten, Smartphones oder Tablets aufgenommen werden, mit analogen Bildern aus der Vergangenheit oder bearbeitet, neu eingefärbt, für den Betrachter unmerklich verändert. Diese Arbeiten werden im Jahr 2019 in einer Ausstellung gezeigt.

Auch die anderen Gruppen unseres Computertreffs, die Homepagegruppe und die Fortgeschrittenen-Gruppe, nutzten in diesem Zeitraum die neuen Geräte, um bereits Gelerntes zu vertiefen und zu erweitern.

 

Kategorie: Digitalisierungsangebote

Projektverantwortung: Computertreff Falckensteinstraße, Computertreff (Friedrichshain-Kreuzberg), Falckensteinstraße 6, 10997 Berlin, Petra Zimmer, Telefon-Nr.: 0176-53 63 95 23, E-Mail: petra.zimmer.kreuzberg@gmail.com

Projektlaufzeit: seit 09/2018

Wussten Sie schon?

Wie viele Nervenzellen hat das Gehirn? Erwachsene haben über 100 Milliarden Nervenzellen und jede dieser Nervenzellen hat zwischen tausend und zehntausend Verbindungen, sogenannte Synapsen, zu anderen Nervenzellen. Das Gehirn speichert so das Gelernte ab.

Quelle: Fotolia 78707112, fotolia.de | fotomek
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